Pelz: Deklarationsmängel und Monster-Qualzuchten

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Pelz: Deklarationsmängel und Monster-Qualzuchten

Zürich (ots) – Seit 2014 kritisiert der Zürcher Mängel bei der Pelzdeklaration, und noch immer foutieren sich diverse Unternehmen um das Gesetz. Eine neue Ladenrecherche des Zürcher enthüllt bei 14 von 15 Unternehmen krasse Gesetzesverstösse, darunter Grieder, Ciolina Mode, Kofler, Modekeller und Mode Weber. Besonders schockierend ist die neueste Zuchtstrategie aus Finnland: Zur Profitmaximierung wurden aus Polarfüchsen riesige «Monsterfüchse» herangezüchtet, die enorm unter ihrer Verfettung leiden. Aktuell stammt etwa jeder sechste Pelzartikel von dieser grausamen Qualzucht. Das liesse sich durch ein Importverbot für tierquälerische Pelzwaren verhindern.

Im Rahmen der Kampagne «echt – echt grausam» enthüllt der Zürcher Tierschutz gravierende Deklarationsmängel bei Modehäusern: Im November 2017 war jeder dritte Pelzartikel von insgesamt 344 geprüften überhaupt nicht deklariert. Bei Jäckli und Seitz in St. Gallen und Zwald Herrenmode in Bern waren 100% und bei mewis in Wil 80% der Echtpelz-Artikel nicht deklariert. Undeklarierter Echtpelz im House of Gerry Weber, einem „furfree Retailer“, ist eine Konsumententäuschung – die Boutique gehört zur Modekeller Fashion Group.

Quelle: obs/Zürcher Tierschutz

92% aller Pelzartikel stammten aus tierquälerischer Käfighaltung, davon 55% aus und 35% auf Finnland. Rund 16% aller kontrollierten Artikel waren von fettleibigen «Monsterfüchsen» aus Finnland.


Diese erreichen über 20 Kilogramm, das fünffache Gewicht der Wildform. Wegen der Fettwülste können sich die Tiere kaum mehr bewegen, sie leiden an Augenentzündungen und Beinschäden, werden völlig apathisch. „Eine grausame Qualzucht zur Maximierung des Pelzgewinns – aus reiner Profitgier“, folgert Nadja Brodmann vom Zürcher Tierschutz und fordert ein Importverbot für tierquälerische Pelzprodukte.

Hinweis: Beitrag auf SRF 1, Kassensturz: heute, 21.05 Uhr

Download: PM_Pelz_Herbst_2017.PDF

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Quelle :

Presseportal


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