Bürger rufen amtliche Tierärzte um Hilfe – und nichts passiert

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Bürger rufen amtliche Tierärzte um Hilfe – und nichts passiert

Vernachlässigte , die Tag und Nacht jaulen, abgemagerte Kühe, die vor Schwäche sterben, offensichtlich kranke , deren Besitzer sich nicht kümmern – zuständig für solche Fälle sind die , die meist von der Bevölkerung benachrichtigt werden. Laut Gesetz müssen amtliche Veterinäre jedem Hinweis nachgehen, als sogenannte „Garanten des Tierschutzes“. Doch viele Bürger machen die Erfahrung, dass niemand kommt. Oder es kommt jemand, aber es ändert sich nichts. Oder es ändert sich etwas, aber erst nach Jahren, in denen die Tiere leiden und manchmal sogar elend sterben – für viele Menschen ein unerträglicher Zustand, den sie nicht verstehen. Denn schließlich ist der seit 2002 als Staatsziel im Grundgesetz verankert.

Gründe für Untätigkeit von amtlichen Veterinären

Ein Grund ist die Zeitnot der amtlichen Veterinäre, die häufig in Unterbesetzung eine Fülle von Aufgaben erfüllen müssen, wie Lebensmittelhygiene, Tierseuchenbekämpfung sowie die Kontrolle von landwirtschaftlichen Betrieben, Tiertransporten und Schlachthöfen. Gerade in ländlichen Gebieten geraten sie dabei schnell in Interessenskonflikte zwischen Agrarindustrie, Lokalpolitik und Tierschutzbelangen. In diesem Zusammenhang wird so mancher amtliche Tierarzt, der den Tierschutz ernst nehmen will, von seinem Amt zurückgepfiffen. Auch Geldmangel ist ein Problem, besonders, wenn eine große Anzahl Tiere auf einmal beschlagnahmt und untergebracht werden muss. Weitere Gründe für das Nicht-Handeln oder Verzögerungen sind eine aufwendige Bürokratie, die unklare Rechtslage und Richter, die Tierschutzfälle nicht so ernst nehmen und sogar abschmettern.

Zum ganzen Bericht mit Video von WDR: http://www.wdr.de/tv/tieresucheneinzuhause/sendungsbeitraege/2013/0224/00_veterinaeraemter.jsp

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