Sofortige Schließung der Schliefanlage in Südlohn-Oeding. Keine Ausnahmegenehmigung für Tierquälerei

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Sofortige Schließung der Schliefanlage in Südlohn-Oeding. Keine Ausnahmegenehmigung für Tierquälerei

Oeding ist ein gemütliches Dorf im westlichen Münsterland, nahe der niederländischen Grenze. Es lässt sich gut leben hier. Wenn man nicht gerade ein ist! Im Hessinghooker Wald bei Oeding findet man eine Schliefanlage, betrieben von der dort ansässigen „Foxterriergruppe Oeding-Westfalen-West e.V.“ Eine Schliefanlage dient der Ausbildung von Erdhunden zur Baujagd auf Füchse und Dachse. Bei dieser Form der Jagd werden kleine aggressive Jagdhunde in den Fuchsbau geschickt, um die Füchse, die dort in Todesangst verharren, heraus zu jagen. An den Ausgängen warten die Jäger, um die Füchse zu töten. Häufig kommt es auch zu Verletzungen der , wenn ein verzweifelter sich wehrt.In einer Schliefanlage werden Jagdhunde an lebenden Füchsen zur Baujagd abgerichtet. Sie besteht aus einem Röhrensystem durch die der den jagt.

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Um die vorzeitige Tötung des „Übungsobjektes“ in frühen Phasen der Ausbildung zu vermeiden, sind einzelne Abschnitte der Anlage durch Schieber abgetrennt. Trotzdem kommt es immer wieder zu schweren Verletzungen. Durchaus erwünscht, denn nur so wird:“…der Fuchs(…)in seiner unmittelbaren Wehrhaftigkeit(…) kennengelernt(…)“ (Jagdautor Dirk Neumann) Das wiederholte Gejagdwerden ohne echte Fluchtmöglichkeit bedeutet für die Tiere immer wieder Todesangst, sie sind ihren Feinden wehrlos ausgeliefert.

[sc:adsenserechts ]

Eine Studie die im Auftrag des Schweizer Tierschutzes, durchgeführt von Dr. Sandra Gloor und Dr. Fabio Boutadina vom SWILD, kam 2009 zu dem Ergebnis, dass der Einsatz von lebenden Füchsen bei Bauprüfungen aus verhaltensbiologischer Sicht als Tierquälerei bezeichnet werden muss. Im Frühjahr 2015 hat der Landtag NRW ein neues Jagdgesetz verabschiedet, eine wichtige Änderung darin ist u.a. ein Verbot von Schliefanlagen.

Auf Antrag kann die untere Jagdbehörde eine Ausnahmegenehmigung erteilen. Diese Genehmigung will der Verein beantragen. Und das, obwohl er bisher nicht willens und in der Lage war, tierschutzrelevante Auflagen wie ein ausreichend großes Gehege, Schlafboxen sowie einen Schutzraum zur Verfügung zu stellen. Ein Mängelbescheid des Veterinäramtes wurde ausgehändigt. Das vorerst letzte Tier, welches in dieser Anlage vegetierte ist verschwunden, nachdem sich die örtliche Presse des Themas angenommen hat. Im Frühjahr will der Verein die Anlage mit einem neuen Tier besetzen. Bitte helft mit eurer Unterschrift, das zu verhindern! Zeigt unserem Landrat, dass eine solche Anlage nicht erwünscht ist- nirgendwo und ganz besonders nicht in Oeding. Vielen Dank!

Begründung:
Wildtiere brauchen Rückzugsgebiete und Ruhezonen, in denen Störungen vermieden werden sollten. Dem von Jägern verhassten Fuchs wird dies nicht zugestanden. Bei der Baujagd werden die Tiere an dem Ort bekämpft, an den sie sich zurückziehen, Schutz suchen und ihre Jungen bekommen und großziehen. Das ist falsch, grausam und überflüssig.



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