Tiere retten, während Menschen leiden – darf man das?

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Tiere retten, während Menschen leiden – darf man das?

Die Frage, ob wir Tieren helfen dürfen, wenn Menschen leiden, polarisiert. „Wie könnt Ihr das tun?“, „Ihr habt kein Gewissen!“ – Gegenwind wie dieser erreichte uns in diesem Jahr vermehrt. Für uns als Welttierschutzgesellschaft ist es keine Frage von Prioritäten. Es geht beim Engagement darum, sich für die Schwachen und für jene einzusetzen, die sich nicht selbst helfen können. Ganz gleich, ob Tier oder Mensch.

Tierschutz fängt beim Menschen an

fängt beim Menschen an




Grundsätzlich schließt das Wohl von Tier und Mensch einander nicht aus und sollte nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Oft resultiert das eine aus dem anderen: Indem wir Tieren helfen, ist auch Menschen geholfen.

Es geht nicht um die Frage, für was man sich engagieren darf oder soll, sondern darum, dass man sich überhaupt stark macht. „Alle wollen die Welt verändern, aber keiner sich selbst.“ Diesem Zitat von Leo Tolstoi zufolge beginnt Engagement für eine bessere Welt bereits im Kopf jedes Einzelnen: Wenn man sich bewusst macht, dass das eigene Verhalten und der eigene Konsum sich unmittelbar auf das Leben anderer auswirken, würde es vielen Millionen Tieren und Menschen besser gehen.

Ein Beispiel: Durch die Nutztierhaltung wird ein Drittel der weltweiten Getreideernte verbraucht. Würden wir weniger Fleisch essen, würden nicht nur weniger für unseren Genuss leiden. Es wäre auch weniger Ernte für Tierfutter nötig und so blieben theoretisch mehr Nahrungsmittel für hungernde Menschen auf der Welt. Das ist nur ein weiteres Beispiel von vielen, bei dem Tier- und Menschenwohl zusammenhängen.

Tiere retten, während Menschen leiden – darf man das? | Tierschutz4all 2015-12-28 16-05-07

Wichtig ist das Tun an sich

Bei der Debatte um das „richtige“ Engagement sollte jeder auf sein eigenes Gefühl vertrauen und sich für Projekte einsetzen, die er unterstützen kann – ob finanziell, durch eigenes Aktivwerden oder ein insgesamt bewussteres Leben. Welche Ziele dabei auch immer verfolgt werden: Wichtig ist das Tun an sich, damit jeden Tag sowohl weniger Menschen als auch weniger Tiere unnötig leiden müssen.

Den ganzen Artikel und wie wir als Welttierschutzgesellschaft im Rahmen unserer Projekte Tier- und Menschenwohl miteinander verbinden, könnt Ihr hier lesen: »bit.ly/tieren-helfen-wenn-menschen-leiden

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4 Comments
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  • Irene Till
    29. Dezember 2015 at 2:13

    Tieren sollte man immer und in jedem Fall helfen. Sie sind hilflos und wehrlos allen Attacken der Menschen ausgeliefert. Wenn ich Bilder und Videos auf Facebook sehe, was „Menschen“ Tieren antun, bin ich nur noch fassungslos und maßlos traurig, welche Verrohung, Perversion und Lieblosigkeit hier ans Licht kommt. Menschen, die an Tieren ihr eigenes Defizit austoben, sind unerträglich. Jedes Lebewesen verdient den Respekt und das Mitgefühl seiner Mitmenschen. In manchen Fällen ist es einfacher, direkt zu helfen als in anderen. Menschen, die von Krieg und Terror bedroht sind, benötigen andere Maßnahmen und Mittel. Das Argument, Tieren nicht zu helfen, weil Menschen leiden ist unhaltbar. Keinem Lebewesen geht es durch unterlassene Hilfeleistung besser.

  • Benny
    29. Dezember 2015 at 5:16

    Sorry, aber ich kümere mich lieber um tiere als um menschen.

    Menschen können sich selbst helfen. und müssen dies auch selber können.

    Wen die politik es so wollte, das kein mensch hungern muss. würde sich etwas ändern.!!!!
    „wird es aber niemals“

    Die politik interresiert sich aber nicht um die tiere dieser erde. sonst würde auch dort sich etwas gravierend verändern.
    Wird aber auch niemals passieren.
    Also mach ich weiter und helfe tieren dort wo ich kann.

    Auch mit meinen Spenden.!!!an den Richtigen Stellen.

  • Stef
    29. Dezember 2015 at 19:02

    Sehe ich ähnlich wie benny.

    Menschen helfen ? Menschen können sich verständingen, um Hilfe bitten, schreien,…und wenn es Asyl beantragen ist…!
    Die sogenannten „Tiere“ haben niemanden, niemand hört sie um Hilfe rufen oder sieht ihren Schmerz,..oder es interessiert nicht weil das „menschliche“ Wohl vorgeht…

    Fakt ist, würde es uns die sogenannten Menschen nicht geben, würde es den Tieren und diesem Planeten viel viel besser gehen,..diese Erde würde ohne uns aufblphen und gesunden,…

  • Sabine
    30. Dezember 2015 at 6:38

    Ich helfe lieber den Tieren…
    …sie sind die besseren Menschen!!!

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