Wie sich VERMEHRER z.B. als nette Welpenstube TARNEN

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Wie sich VERMEHRER z.B. als nette Welpenstube TARNEN

Gerade jetzt kurz vor Weihnachten merken wir wieder einen deutlichen Anstieg an neu vorgestellten Hundewelpen.
Das Geschäft mit der Ware ‚Lebendes Tier zum Fest‘ scheint leider erstklassig zu laufen.
Warum dabei nicht alles Gold ist was glänzt zeigt der folgende Artikel:

Beinahe alle Welpen aus solchen großen Vermehrer-Produktionsstätten sind krank – sie leiden an Ektoparasiten wie Flöhe und Milben oder beherbergen Bandwürmer, Giardien sowie auf Menschen übertragbare Durchfall-Erreger.
Leider versterben auch einige der Welpen an viralen Infektionen wie Staupe und Parvovirose.

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Wir warnen daher generell vor Verkäufern, die entweder mehrere Hunderassen anbieten oder sogar und gleichzeitig verkaufen!
Unsere langjährige Erfahrung hat eindeutig gezeigt, dass diese Großverkäufer wissentlich kranke Tiere anbieten. Bei Kaufabschluss wird meist darauf hingewiesen, dass man ein krankes Tier zurückbringen könne und es dann gegen ein ‚Gesundes‘ ausgetauscht würde. Tierarztkosten würden ausnahmslos nur erstattet wenn man zum hofeigenen Tierarzt ginge… Nachtigall, ick hör dir trapsen.

Es ist schon komisch, dass kurz vorm Fest so viele Hundewelpen abgabefertig sind. Ein kurzer Blick in den Impfpass gibt meist Gewissheit:
Die armen Seelen werden meist unter tierschutzwidrigen Umständen in Polen, Rumänien und Ungarn ‚produziert‘ um dann hier an den mitleidigen Käufer verschachert zu werden.
Dabei werden die Tiere illegalerweise mit 5-8 Wochen importiert – verboten, weil Hunde erst 21 Tage nach der frühestens ab der 12. Lebenswoche erfolgten Tollwut-Impfung eine EU-Grenze überschreiten dürfen!

Der Trend zum ‚Luxus-Mischling‘ scheint aktuell besonders lukrativ:
Vermehrer kreuzen gerne Retriever, Pudel, Cockerspaniel und Weitere um sie dann unter tollen Namen wie beispielsweise Cockerpoo, Labradoodle usw. anzubieten.
Die Preise für die ‚Spezial-Mischungen‘ variieren zwischen 500 und 1000€.

bulldog-1047517_640Wer sich nicht sicher ist ob es sich beim potentiellen Verkäufer um einen Vermehrer bzw. deren Handlanger oder Mittelsmänner handeln könnte, dem möchte ich den Verein Das Leid der Vermehrerhunde e.V. empfehlen. Dort hat man sich auf das Aufspüren und Überführen dieser Tierhändler spezialisiert und kann so ggf. vor einem Fehler bewahren.
Was nämlich oft vergessen wird ist dass die ‚Produktion‘ eines solchen Welpen ca. 30€ kostet, sie aber mit x-Tausend % Gewinn verkauft werden.
Somit sichert bereits der Kauf eines einzigen Welpen den nächsten Wurf.

Ich möchte hier mal darauf verzichten über Kollegen, die solch bestimmt einträglichen Großkunden gerne wohlwollend was ‚durchnicken‘, so richtig vom Leder zu lassen. Aber wenn die Unterschriften auf oder unter einwandfreien Stempeln stark variieren und eher an Kinderkritzeleien erinnern fällt dies bestimmt nicht nur uns auf! Und wenn die Approbation wegen nachweislicher Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz und vorsätzlicher Verbreitung von (zoonotischer) Tierseuchen futsch ist, wechselt der VERMEHRER eh bloß zum nächsten Tierarzt, der die schnelle Kohle wittert…
Einfach mal sacken lassen ob es das wert ist!

Natürlich ist diese Problematik der Vermehrer auch auf andere Tierarten, gerade Rassekatzen, anwendbar – betrifft aber aktuell leider wieder verstärkt die Hunderassen.

Tiere sollten übrigens niemals spontan verschenkt werden!

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Dr. Jonigkeit

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