Japan tötet 333 Wale in der Antarktis

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Japan tötet 333 Wale in der Antarktis

Shimonoseki/München, 31.03.2017: Nach mehr als vier Monaten auf See ist die japanische Walfangflotte von ihrer umstrittenen jährlichen Jagd zurückgekehrt. Unter dem Deckmantel der Forschung töteten die Walfänger 333 Zwergwale, davon 155 männlich und 178 weiblich. Die internationale Walschutzorganisation fordert ein Ende der Jagden.

Die Jagden finden trotz internationaler Proteste von Wissenschaftlern, Regierungen und der Öffentlichkeit statt. Im Jahr 2014 hatte der Internationale Gerichtshof (IGH) entschieden, dass das damalige antarktische Walfangprogramm Japans illegal war, da es nicht den Vorgaben der Internationalen Walfangkommission (IWC) entsprach. Auch für das Folgeprogramm hat Japan keine Zustimmung der IWC.

Im Januar hatte die Europäische Union in einem offiziellen Brief ihre Sorge über Japans Vorgehen ausgedrückt. Das Schreiben hob den Mangel an wissenschaftlicher Rechtfertigung für die Antarktisjagden hervor und kritisierte auch die Entscheidung Japans, im Jahr 2017 unter einem neuen Programm weiterhin auf Forschungsjagden im Nordpazifik zu gehen. Die nächste Vollversammlung der IWC findet statt, somit haben die Mitglieder keine Zeit, die Pläne und ihren wissenschaftlichen Wert im Voraus angemessen zu überprüfen und zu bewerten.

„Wir haben das starke Statement der sehr begrüßt, jetzt wollen wir jedoch Taten sehen“, sagt Astrid Fuchs, Programmleiterin bei WDC. „Die verhandelt derzeit ein Freihandelsabkommen mit Japan. Wir fordern, den Walfang zu einem Thema in der nächsten Gesprächsrunde zu machen, die in im April in Tokio stattfinden wird. Es sollte kein Abkommen geben, bis Japan seinen Walfang endlich stoppt und sich an internationale Vereinbarungen hält. “

In der Saison 2015/16 hatten Japans Walfänger 333 Zwergwale getötet,  über 90% der Weibchen waren schwanger. Der wissenschaftliche Wert der Jagden wird auch vom IWC-eigenen wissenschaftlichen Ausschuss in Frage gestellt und von der Internationalen Union für Naturschutz (IUCN) stark kritisiert.

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