Entwicklungspolitik auf Kosten der Tiere – PETITION

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Entwicklungspolitik auf Kosten der Tiere – PETITION

Im weltweiten Kampf gegen Hunger kommen zahlreiche Tiere zum Einsatz, z.B. Rinder, Hühner, Schafe und Ziegen. Ihr Wohlergehen spielt in der Entwicklungspolitik jedoch keine Rolle – mit weitreichenden Folgen für Tiere und Menschen.

Eines von vielen Beispielen sind Hochleistungsrassen aus Europa, die nach Afrika, Asien und Lateinamerika gebracht werden, um sie mit einheimischen Tieren zu kreuzen. Hochleistungsrassen sind anfälliger für Erkrankungen und sie haben einen erhöhten Energiebedarf. Natürliches Grünfutter reicht nicht mehr aus, um die Tiere mit allen nötigen Nährstoffen zu versorgen. Werden diese hochleistenden Tiere für Neuzüchtungen genutzt, zeigen die Nachkommen nicht mehr dieselbe Robustheit wie die ursprünglichen Rassen. Gleichzeitig sind die eingesetzten Rinder, Hühner, Schafe und Ziegen oft nicht an die regionalen klimatischen Bedingungen angepasst. So leiden sie zum Beispiel unter der extremen und sind stressbedingt anfälliger für lokale Krankheitserreger.

Die Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern werden darüber hinaus häufig nicht über den richtigen Umgang mit den Tieren informiert. Daraus können gravierende Fehler in der Haltung resultieren. Zudem ist eine ausreichende tiermedizinische Versorgung oftmals nicht gewährleistet.

Was muss sich ändern? Wie kann das große Tierleid verhindert werden, um so auch die Basis für eine erfolgreiche Entwicklungspolitik zu schaffen? Im September 2015 haben die Vereinten Nationen die 2030-Agenda für eine nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Ihr Kernstück bilden 17 Nachhaltigkeitsziele, die in allen Mitgliedsstaaten verwirklicht werden sollen. wird in keinem dieser Ziele auch nur am Rande erwähnt. Einmal jährlich überprüft die Staatengemeinschaft die Umsetzung der 2030-Agenda auf dem politischen Forum. Vom 10. bis 19. Juli 2017 geht es in New York unter anderem um die Bekämpfung von Hunger, dem zweiten der 17 Ziele. Damit unmittelbar verbunden ist der Einsatz von Tieren zur Ernährungssicherung. Eine wichtige Chance, sich jetzt für den Schutz der Tiere in Projekten der Ernährungssicherung stark zu machen.


Die Welttierschutzgesellschaft fordert daher von den Vereinten Nationen und dem Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller als Vertreter der Bundesregierung, beim anstehenden Forum der Vereinten Nationen das Thema Tierschutz auf die 2030-Agenda zu setzen!

Jetzt Petition unterzeichnen!

Beim Umgang mit Tieren müssen die international anerkannten „Fünf Freiheiten“ der Tiere beachtet werden. Diese sind: die Freiheit von Hunger, Durst und Fehlernährung, die Freiheit von Unbehagen, die Freiheit von Schmerz, Verletzung und Krankheit, die Freiheit von Angst und Leiden und die Freiheit zum Ausleben normalen Verhaltens.

Überall dort, wo Tiere zur Ernährungssicherung eingesetzt werden, muss auch eine tiergerechte Versorgung gewährleistet sein. Wird das Tierwohl missachtet, leiden Tiere auf Kosten der Entwicklungspolitik, und auch den Menschen im Globalen Süden drohen viele Nachteile: Masteinbußen, wirtschaftliche Verluste und vor allem die einer Krankheitsübertragung vom Tier auf den Menschen sind die möglichen Folgen. Entwicklungspolitik, die Tiere zur Ernährungssicherheit einsetzt, ist nur erfolgreich, wenn auch das Wohl der eingesetzten Tiere beachtet wird. Die Gespräche auf dem politischen Forum der Vereinten Nationen wird die Welttierschutzgesellschaft genau verfolgen.

Ihr wollt noch mehr Hintergrundinfos?

Die findet ihr hier: http://welttierschutz.org/tierschutz-im-weltzukunftsvertrag-verankern/

Alle Fotos: Welttierschutzgesellschaft e.V.

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Die Welttierschutzgesellschaft (WTG) ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in . Mit Projekten in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie durch politische Tierschutzkampagnen in Deutschland schaffen wir die Voraussetzungen für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen von Haus-, Nutz- und Wildtieren. Wir arbeiten mit Partnerorganisationen vor Ort zusammen und beziehen die lokale Bevölkerung in die Projektarbeit mit ein.
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